Energiewende im Unternehmen geht günstig und selbstgemacht – das ist für die rund 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer die zentrale Botschaft des 3. LEE-Unternehmertages in Duisburg gewesen. Entscheidend ist der optimierte Betrieb der Energiesysteme sowie die wirtschaftliche Eigenversorgung mit Erneuerbaren Energien. Wer etwa auf Solarenergie vom Firmendach setzt, seine Energienachfrage smart steuert oder Prozesse im Unternehmen flexibilisiert, der ist ganz vorne mit dabei in Sachen „Energiewende und Digitalisierung“. Unter diesem Motto hat der LEE NRW in Kooperation mit der EnergieAgentur.NRW am Dienstag ins Haus der Unternehmer geladen.

„Die Energiewende gelingt nur gemeinsam mit Industrie, Handel und Gewerbe“, sagte Dipl. Ing. Reiner Priggen, Vorsitzender des LEE NRW, in seiner Eröffnungsrede. „Die intelligente Optimierung von Produktionsprozessen und die Eigenversorgung mit Erneuerbaren sind dabei die Mittel der Wahl. Zur Erleichterung von Investitionen und zum Abbau bürokratischer Hürden, fordern wir daher eine Optionsmöglichkeit für Unternehmen, die mit Photovoltaik Strom erzeugen wollen: Wegfall der EEG-Umlage auf selbst erzeugten Strom und der Stromsteuer und im Gegenzug Verzicht auf Förderung durch das EEG. Für viele Unternehmen würde das den Einstieg in die solare Selbstversorgung erleichtern. Der Solarmarkt würde angekurbelt und gleichzeitig das EEG-Konto entlastet!“, so Priggen weiter.

Neben der Eigenversorgung mit klimafreundlichem Strom, spielt auch die Digitalisierung bei der unternehmerischen Energiewende eine große Rolle. Mit Hilfe intelligenter Energiemanagementkonzepte lassen sich Produktionsabläufe optimieren und so die Energiekosten der Unternehmen signifikant senken. Lothar Schneider, Geschäftsführer der EnergieAgentur.NRW erklärte: „Die Digitalisierung der Energiewelt ist ein weites Feld: dahinter steckt meist die Idee, Erzeugung und Verbrauch von Strom flexibel in Einklang zu bringen, um die schwankende Einspeisung Erneuerbarer Energien zu managen. Unternehmen und Betriebe mit einem erhöhten Energiebedarf und solche, die selbst klimafreundlichen Strom erzeugen, können damit ihre Energieeffizienz steigern und gleichzeitig zur Netzstabilität beitragen.“

Welche Chancen in einer digitalen „Echtzeit-Energiewirtschaft“ für Unternehmen bestehen, stellte Prof. Dr. Jens Strüker von der Hochschule Fresenius anschaulich in einem einleitenden Vortrag dar. In der anschließenden Diskussionsrunde ging es dann um die wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen für eine rentable unternehmerische Energiewende. Danach erfuhren die interessierten Gäste aus erster Hand von Unternehmern mit Best-Practice-Erfahrung, wie die Energiewende in kleinen und mittelständischen Unternehmen und Betrieben konkret umgesetzt wird.

Bereits zum dritten Mal in Folge lockte der LEE-Unternehmertag interessierte Unternehmerinnen und Unternehmer nach Duisburg. Die Veranstaltung richtet sich vor allem an Vertreterinnen und Vertreter aus kleinen und mittelständischen Gewerbe-, Handels- und Industrieunternehmen. Ziel ist es, Impulse und Denkanstöße zu liefern, wie sich Produktions- und Energieprozesse im Unternehmen anpassen, auf regenerative Energien umstellen und bedarfsgerecht optimieren lassen.

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