Im Vorfeld der NRW-Landtagswahl hat der Fraktionsvorsitzende der SPD im Landtag NRW, Norbert Römer, die NRW-Niederlassung des Windenergieanlagenherstellers ENERCON in seinem Wahlkreis in Soest besucht. Das Unternehmen mit Hauptsitz im ostfriesischen Aurich hatte zusammen mit dem Landesverband Erneuerbare Energien NRW (LEE NRW) im Rahmen der Aktion „Wir machen Energiewende“ zum Austausch über die Bedeutung der Windenergie für die Region eingeladen. „Für NRW ist der Ausbau der Windenergie ein Motor der Energiewende. Und der Ausbau hat in den letzten Jahren erfreulicherweise stetig an Fahrt gewonnen: So belegte NRW beim Windenergieausbau 2016 im Bundesländervergleich den Spitzenplatz unter den Binnenländern. Wie sich hier im Kreis Soest am Beispiel von ENERCON zeigt, spiegelt sich dies vor Ort in einer umweltfreundlichen Stromproduktion, zukunftsorientierten Arbeitsplätzen und regionaler Wertschöpfung wider“, so Norbert Römer anlässlich des Besuchs.

„So erfreulich der Ausbautrend für die Windenergie in NRW ist, so ist doch absehbar, dass dieser bald einen deutlichen Dämpfer erhalten wird. Das neue EEG macht mit einem gedeckelten Ausbauvolumen den erforderlichen Ausbauzielen in NRW einen Strich durch die Rechnung. Dabei hat die Branche allein im Jahr 2016 rund eine Milliarde Euro am Standort NRW investiert und steht heute für 18.500 zukunftsorientierte Arbeitsplätze“, sagte Reiner Priggen, Vorsitzender des LEE NRW. Die Beschäftigten sind dabei überwiegend in hoch qualifizierten Berufen tätig. Eine besondere Rolle erfüllt NRW auch als Zuliefererland der Windbranche. In der Region ansässige Unternehmen produzieren beispielsweise Getriebe, Generatoren, Bremsen, Lager oder Gusskomponenten.

Welche bemerkenswerten technischen Innovationssprünge die Anlagentechnik in den letzten Jahren durchlaufen hat, machte Egbert Terholsen, ENERCON Regionalleiter NRW, in Soest deutlich: „Seit über 30 Jahren gehört ENERCON zu den Technologieführern in der Windenergiebranche. Insgesamt erkennen wir einen deutlichen Trend zu größeren und effizienteren Anlagen und Turmvarianten mit höheren Nabenhöhen. Das zeigt auch unser neuester Anlagentyp, die E-141 EP4 mit einem Rotordurchmesser von 141 Metern und einer Nennleistung von 4.200 Kilowatt. Selbst an Schwachwindstandorten im Binnenland generiert die E-141 EP4 noch Jahresenergieerträge von mehr als 13 Millionen Kilowattstunden und ist damit eine der ertragsstärksten Onshore-Windenergieanlagen weltweit.“

Im vergangenen Jahr waren in NRW 218 Windenergieanlagen mit einer installierten Leistung von 586 Megawatt errichtet worden. 26 Megawatt wurden davon im Kreis Soest und insgesamt knapp 50 Megawatt im gesamten Regierungsbezirk Arnsberg zugebaut. Und auch in den kommenden zwei Jahren geht die Windbranche in Nordrhein-Westfalen von einem soliden Zubau aus. So wurden bis Ende 2016 bereits rund 470 Anlagen mit einer Nennleistung von insgesamt 1.370 Megawatt genehmigt, die in diesem und im nächsten Jahr – wie bisher – mit einer festen und planungssicheren Einspeisevergütung gebaut werden können. Ab 2019 wird jedoch branchenseitig ein härterer Wettbewerb und damit einhergehend auch ein spürbarer Einbruch erwartet. So konkurrieren die Projektierer von Anlagen ab diesem Zeitpunkt in einem Ausschreibungsverfahren um eine bundesweit gedeckelte Ausbaumenge von 2.800 Megawatt pro Jahr.

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Pressefoto als Download (v.l.: Jan Dobertin, Geschäftsführer LEE NRW, Reiner Priggen, Vorsitzender LEE NRW, Egbert Terholsen, Regionalleiter NRW ENERCON GmbH, Norbert Römer, Vorsitzender SPD-Fraktion im Landtag NRW, Klaus Schulze Langenhort, Vorsitzender BWE NRW. Foto: LEE NRW)


Fotos: LEE NRW