Die Zukunft der Windenergie in Nordrhein-Westfalen ist momentan in einer ungewissen Lage: Wie sich die aktuellen Pläne der neuen Landesregierung auswirken werden, ist noch nicht absehbar. Wieviel Know-how und innovativer Unternehmergeist in der Windenergiebranche stecken, konnten der Bundestagsabgeordnete Volkmar Klein (CDU) und sein Gegenkandidat Prof. Hermann Siebdrat (FDP) am gestrigen Mittwoch bei einem Besuch der Ventur GmbH erfahren.

Der Bundestagsabgeordnete Volkmar Klein und sein Gegenkandidat von der FDP, Prof. Hermann Siebdrat nutzten das Gespräch, um mit den Geschäftsführern der Ventur GmbH, Michael Stahl und Frank Bleuel sowie den Vertretern des LEE-Regionalverbands Südwestfalen und anderen regionalen Wirtschaftsvertretern über die Zukunft der Energiepolitik zu diskutieren. Insbesondere das aktuelle Ausschreibungsverfahren für Erneuerbare Energien Anlagen, die geplante 1.500 m-Mindestabstandsregelung für Windenergieanlagen sowie ein striktes Waldverbot standen dabei im Fokus. „Die Windenergie ist eine der wichtigsten Säulen der Erneuerbaren Energien, sowohl in NRW, als auch in ganz Deutschland. Es ist entscheidend, dass sich auch die Politiker dessen bewusst sind und die Energiewende nicht durch die geplanten Maßnahmen ausbremsen“ erklärte Prinz Karl zu Wittgenstein, Vorsitzender des LEE-Regionalverbands Südwestfalen. Nachdem die neue Landesregierung aus CDU und FDP in Nordrhein-Westfalen deutliche Einschränkungen für den Windkraftausbau angekündigt hat, setzen sich die Betroffenen nun verstärkt dafür ein, dass in Zukunft vor allem auch auf bundespolitischer Ebene ein deutliches Signal für die Windenergie gesetzt wird.

Im Anschluss besichtigten die Gesprächsteilnehmer die Produktionshalle der Ventur GmbH, die sich auf den Bau von Windkrafttürmen spezialisiert und dafür eine neuartige Technik entwickelt hat. Statt der konventionellen, großen Turmsegmente produziert die Firma Betonelemente, die am Ort der Anlage, nach dem Steckkastenprinzip, zu einem Turm montiert werden. „Wir wollen zeigen, dass die Branche bereit ist, stets neu zu denken und Probleme anzupacken. Die Betonelemente brauchen keine teuren Sondertransporte mehr, sondern können auf herkömmlichen LKWs transportiert werden. Außerdem benötigt ihr Aufbau deutlich weniger Ressourcen – sowohl finanziell, als auch räumlich“, so Michael Stahl.