LEP

Der für das Voranschreiten der Energiewende in NRW wichtige Landesentwicklungsplan (LEP) ist mit der Veröffentlichung im Gesetzblatt am Mittwoch in Kraft getreten. Über vier Jahre hat es gedauert, bis die Landesregierung im vergangenen Dezember eine endgültige Fassung verabschieden konnte. Für die nordrhein-westfälische Energiewende ist das ein guter Start ins Jahr 2017, denn insbesondere der weitere Ausbau der Windenergie hängt von der zielgerichteten Raumplanung ab.

„Grundsätzlich können wir sagen: Was lange währt, wird endlich gut. Mit dem LEP haben wir einen verlässlichen Plan für den weiteren Ausbau der Windenergie. Für die Bezirksregierungen in Arnsberg, Köln, Detmold und Düsseldorf heißt das, mit Hochdruck die Regionalplanung voranzutreiben. Es gibt jetzt keine Ausreden mehr!“, sagte Jan Dobertin, Geschäftsführer des LEE NRW.

Der LEE NRW begrüßt den neuen Landesentwicklungsplan in weiten Teilen. Besonders die für den weiteren Ausbau der Windenergie vorgesehenen Flächenkulissen seien wichtige Eckdaten, um das Ziel zu erreichen, bis 2025 mehr als 30 Prozent des Strombedarfs aus Erneuerbaren Energien zu decken. Der Verband weist aber darauf hin, dass die nachgelagerten Behörden sich jetzt auch an die Grundsätze des LEP halten und Vorranggebiete in den dort vorgesehenen Größenordnungen ausweisen müssten. Andernfalls würde der Strukturwandel in NRW unnötig verschleppt. Kritisch sieht der Verband Regelungen, die Gemeinden an der Ausweisung von Sondergebieten und damit am Ausbau von Biogasanlagen hinderten. Eine strategische Sektorenkopplung und effiziente Wärmeversorgung durch klimafreundliches Biogas werde damit faktisch unterbunden. Gerade im ländlichen Raum würden damit Wertschöpfungspotenziale und zukunftsfähige Arbeitsplätze vernachlässigt.