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Der Wirtschafts- und Energieausschuss des Düsseldorfer Landtags hat sich mit den Stimmen aller fünf Fraktionen für die Einführung einer bedarfsgerechten Befeuerung von Windenergieanlagen ausgesprochen. Der LEE NRW begrüßt diese Bereitschaft, die Akzeptanz für die Windenergie zu stärken. Aus Sicht des Verbandes gelte es jetzt, schnell die Zulassung kostengünstiger Systeme zu ermöglichen und zugleich wirtschaftlich vertretbare Wege zur Nachrüstung von Bestandsanlagen zu schaffen.

„Die Frage des nächtlichen Blinkens von Windrädern hat sich zu einer entscheidenden Akzeptanzfrage beim weiteren Ausbau der Windenergie entwickelt. Für eine erfolgreich voranschreitende Energiewende braucht es deswegen Systeme, die die nächtliche Lichtbelästigung für Anwohner deutlich reduzieren und zugleich von den Anlagenbetreibern wirtschaftlich tragbar sind. Gerne bieten wir unsere Erfahrungen an und stehen dafür bereit, eine geeignete Lösung zu finden“, sagte Jan Dobertin, Geschäftsführer des LEE NRW.

Darüber hinaus begrüßt der LEE NRW auch die Forderung des Antrags, zu prüfen, inwiefern Ersatzgelder, die Betreiber von Windenergieanlagen für den Eingriff in das Landschaftsbild zu leisten haben, aufgrund des Einsatzes bedarfsgerechter Befeuerung modifiziert werden können. Dies sei schon heute in Schleswig-Holstein möglich und angesichts der deutlichen Reduzierung der Lichtbelästigung auch angemessen. Auch die Prüfung von Pilotprojekten in NRW sieht der Verband positiv. Kritisch sieht der Verband einzig eine generelle Einbauverpflichtung. So seien die bisher zugelassenen Systeme für viele Betreiber, gerade von Einzelanlagen und kleinen Bürgerwindparks, nicht wirtschaftlich umzusetzen.