André Stinka, Generalsekretär der NRW-SPD, hat am Mittwoch das Autohaus Rüschkamp in Lüdinghausen besucht. Gemeinsam mit dem LEE NRW hatte Inhaber Joan Hendrik Rüschkamp den Abgeordneten aus dem Kreis Coesfeld eingeladen. Im Fokus des Besuchs standen die Vorteile einer Eigenversorgung mit Erneuerbaren Energien für Unternehmen sowie die Vorzüge der E-Mobilität mit grünem Strom. „Beim Autohaus Rüschkamp fährt man in Sachen Energiewende vorneweg. Und immer mehr Unternehmen erkennen die lohnenswerten Vorteile des Ökostroms vom eigenen Dach, besonders wenn er unter dem Dach verbraucht wird“, sagte Reiner Priggen, Vorsitzender des LEE NRW. Joan Hendrik Rüschkamp ergänzte: „Eigener Solarstrom, demnächst gepaart mit einem intelligenten Speicher und unabhängig vom Netz, ist für uns schon lange keine Liebhaberei mehr. Wir haben dadurch spürbare finanzielle Einsparungen und Wettbewerbsvorteile. Außerdem machen wir uns damit auch unabhängiger von der Strompreisentwicklung.“

Beim Rundgang über das Gelände lobte André Stinka: „Ich freue mich, dass wir im Kreis Coesfeld so innovative Unternehmer wie Herrn Rüschkamp haben. Der Schlüssel für eine erfolgreiche Energiewende liegt darin, sie lokal und dezentral anzugehen. Die Unternehmen vor Ort haben dafür eine wichtige Vorbild- und Anschauungsfunktion.“ Das Traditionshaus Rüschkamp ist mit fünf Standorten zwischen Münsterland und Ruhrgebiet vertreten: in Dortmund, Lünen, Werne, Selm und Lüdinghausen, dem Stammsitz seit 1825. An allen Standorten erzeugen leistungsstarke Solaranlagen klimafreundlichen Sonnenstrom. Damit hat Joan Hendrik Rüschkamp das Familienunternehmen mit rund 220 Mitarbeitern fit für die Zukunft gemacht.

Inhaber Rüschkamp ist davon überzeugt, dass die Energiewende Vorteile für alle mitbringt. Lokale Unternehmen und ihre Angestellten könnten genauso profitieren wie die Kommune. Der Sonnenstrom vom Firmendach bringe handfeste Vorteile: Unabhängigkeit, finanzielle Einsparungen und natürlich auch saubere Luft und weniger Schadstoffemissionen als Strom aus fossilen Energieträgern. Hier kommt auch die Politik ins Spiel. Reiner Priggen und Rüschkamp sind sich einig, dass Eigenversorgung attraktiver werden muss. Unternehmen schreckten teilweise noch davor zurück, dass der selbst erzeugte Strom unnötig mit Umlagen belastet wird. Ein Punkt, den die Erneuerbare-Energien-Branche seit langem kritisiert. „Unternehmen können mit selbst erzeugtem Solarstrom heutzutage bis zu 80 Prozent pro Kilowattstunde einsparen. Wo gibt es denn sonst so eine Rendite?! Und selbst mit den widersinnigen Belastungen durch den Gesetzgeber, liegt der Erzeugungspreis von Eigenstrom noch weit unter den durchschnittlichen Marktpreisen. Wer angesichts von Negativzinsen hier nicht investiert, verschenkt sein Geld!“, so Priggen.

Mobilitätsfachmann Rüschkamp sieht darüber hinaus viele Chancen in der E‑Mobilität. Gerade die nordrhein-westfälischen Ballungsräume könnten seiner Ansicht nach durch Elektroautos entlastet werden – natürlich nur, wenn diese durch regenerativen Strom angetrieben würden. Für Rüschkamps Kunden, die mit einem Elektroauto auf den Hof rollen, stehen dafür sieben Ladesäulen an den fünf Standorten bereit – mit eigens erzeugtem, kostenlosen Solarstrom vom Firmendach.

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Pressefoto als Download (v.l.: Gerrit Riemer, Direktor Future Mobility Adam Opel AG, Reiner Priggen, Vorsitzender LEE NRW, André Stinka, Generalsekretär NRW-SPD, Joan Hendrik Rüschkamp, Geschäftsführer Franz Rüschkamp GmbH. Foto: LEE NRW)


Fotos: LEE NRW