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Brot und Brötchen müssen bald elektrisch fahren, sonst könnte es beim Bäcker um die Ecke zu Engpässen kommen. In Hilden hat „Ihr Bäcker Schüren“ deshalb eine Selbsthilfegruppe gestartet, die auf der Suche nach einem Elektro-Transporter für die Auslieferung ist. Ziel war es, über 100 Kaufabsichten zu sammeln und dann eine Ausschreibung für die Produktion zu starten – nach nur wenigen Tagen haben sich schon 56 Interessenten für 119 Transporter gemeldet. Grund für die Initiative ist die laufende Debatte um Fahrverbote für Diesel-Fahrzeuge in Innenstädten.

„Wir begrüßen ausdrücklich das erfinderische Engagement der Bäckerinnen und Bäcker. Saubere Luft in den Innenstädten bekommen wir nur mit neuen Mobilitätskonzepten auf Basis Erneuerbarer Energien. Wer hier die beste Idee hat, wird das Rennen machen. Während die deutsche Automobilbranche schon weit zurückgefallen ist, zeigt die Bäckerzunft einmaliges kreatives Potenzial“, sagte Dipl. Ing. Reiner Priggen, Vorsitzender des Landesverbandes Erneuerbare Energien NRW.

Die E-Transporter-Selbsthilfegruppe sucht nicht nur nach einem Hersteller, sie konzipiert auch gleich das Fahrzeug. Der BV1, wie Initiator Roland Schüren das Konzept nennt, soll nicht nur elektrisch fahren. Das „Bakery Vehicle 1“ muss auch gewissen Ansprüchen genügen – und vielleicht nicht nur denen der Bäcker. Neben den Kolleginnen und Kollegen aus den Backstuben sei unter den Interessenten vom Schreiner bis zum Elektro-Handwerker alles dabei, so Schüren. Die Gruppe will jetzt ein möglichst detailliertes Konzept entwerfen und dann schon im Februar die Ausschreibung an Nutzfahrzeug-Hersteller und Umrüster schicken.

Weitere Informationen: E-Transporter Selbsthilfegruppe bei Facebook