Erneuerbare Energien in NRW 2020-2030 - Was jetzt getan werden muss: Ein 25-Punkte-Plan des LEE NRW für die Energiewende in den kommenden 10 Jahren.

Erneuerbare Energien in NRW 2020-2030 - Was jetzt getan werden muss: Ein 25-Punkte-Plan des LEE NRW für die Energiewende in den kommenden 10 Jahren.

Die Energiewende steht am Scheideweg: Deutschland hat sich verpflichtet, die Klimaziele von Paris zu erfüllen. Die Landesregierung Nordrhein-Westfalens hat sich zu diesen Zielen bekannt. Die Bundesregierung hat erklärt, bis zum Jahr 2030 einen Anteil von 65% Erneuerbare Energien am Stromverbrauch erreichen zu wollen. Und gerade erst hat die Kommission Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung dieses Ziel bekräftigt und den Einstieg in den Kohleausstieg auf den Weg gebracht. Auch dazu hat sich die NRW-Landesregierung bekannt. Ministerpräsident Armin Laschet hat erklärt, den Kommissionsbeschluss 1:1 umsetzen zu wollen. Pariser Klimavertrag, Kohleausstieg, 65% Erneuerbare bis 2030: Das sind also die Herausforderungen, vor denen NRW als das „Energieland Nr. 1“ in den kommenden Jahren steht.

Was jetzt getan werden muss

Nordrhein-Westfalen muss die Herausforderungen annehmen und als Bundesland mit dem höchsten Energieverbrauch in Deutschland die Energiewende entschieden auf den Weg bringen. Maßgeblich sind dafür regenerative Erzeugungskapazitäten. Der Kohleausstieg kann nur funktionieren, wenn
„kräftig“ Erneuerbare Energien ausgebaut werden – wie es NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart selbst gesagt hat. Dabei sind alle regenerativen Energieträger einzubeziehen. Allerdings stehen die Windenergie und Photovoltaik als Leistungsträger des Wandels vorne an. Ohne sie ist die Energiewende nicht zu schaffen.

Solarpotenziale ausschöpfen

Die Solarenergie hat sich in den vergangenen Jahren rasant entwickelt: Die Preise für Module sind um über 75% gesunken, die Technik ist ausgereift. Und auch wenn NRW auf eine leicht positive Entwicklung beim Zubau blicken kann, steht die Photovoltaik noch am Anfang ihrer Erfolgsstory in Nordrhein-Westfalen. Hier ist die groß angekündigte Solar-Offensive der Landesregierung gefragt. Die Potenziale sind bekannt, gefragt sind jetzt Taten. Es braucht attraktive Anreize, regulatorische Erleichterungen und das Land muss mit gutem Beispiel vorangehen.

Windenergie akzeptanzstark ausbauen

Für den Ausbau der Windenergie ist Akzeptanz zu einem hohen Gut geworden. Die Bevölkerung muss stärker als bisher in den Ausbau einbezogen und auch an den Vorteilen direkt beteiligt werden. Dazu gehören insbesondere regionale Vermarktungsmethoden, um Anwohner und betroffene Kommunen von den Vorteilen des günstigen Windstroms profitieren zu lassen. Denn nur wenn Vorteile für alle spürbar werden, wird die Akzeptanz erhalten bzw. gesteigert. Dazu gehört nicht zuletzt auch eine kommunale Finanzbeteiligung in Höhe von rund 2% der Erträge von Windparks.

Fairen Marktrahmen schaffen

Der Erfolg der Energiewende hängt aber besonders auch von einem fairen Marktrahmen ab. Denn seit jeher wurden die fossilen Energieträger bevorzugt behandelt. Ihre höchst schädlichen Auswirkungen auf Klima und Umwelt wurden nie angemessen eingerechnet. Damit muss Schluss sein. NRW ist für mehr als 1/3 der deutschlandweiten CO2-Emissionen verantwortlich. Das Land muss also vorangehen und sich für einen CO2-Preis stark machen. Für den Erfolg der Energiewende ist das unumgänglich: Die Zeit ist reif.


Erneuerbare Energien in NRW 2020-2030

Was jetzt getan werden muss: Ein 25-Punkte-Plan des LEE NRW für die Energiewende in den kommenden 10 Jahren.
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