Exkurs in das grüne Herz Deutschlands: Im brandneuen Kurzfilm präsentiert das ZO.RRO Energieforschungsprojekt anschaulich seine Vision zur Transformation des Energiesystems hin zu einem Zero Carbon Cross Energy System. ZO.RRO erforscht und entwickelt systemische Lösungen für die Dekarbonisierung der Energieversorgung in Industrie und Gewerbe am Beispiel Thüringens. Doch wie können Industriebetriebe zu einer stabilen, CO2-freien Energieversorgung beitragen?

Warum brauchen wir ZO.RRO?

In der aktuellen Phase der Energiewende kommt es darauf an die nun etablierten Erneuerbaren umfassend in unser Energiesystem zu integrieren (Sektorenkopplung) und das Netz stabil mit Erneuerbaren Energien zu betreiben. Was oft vergessen wird: Es müssen dazu auch netzstabilisierende Maßnahmen (Systemdienstleistungen) künftig CO2-frei erbracht werden, um die gemeinsam gesteckten Klimaziele zu erreichen.
Zudem ist die CO2-Bepreisung beschlossen und wird zum wirtschaftlichen Faktor für Unternehmen. Insbesondere kleine und mittelständische Betriebe haben jedoch meist nicht die Ressourcen sich strategisch darauf vorzubereiten. Hier kommt ZO.RRO ins Spiel.

Der ZO.RRO Ansatz

Das Energieforschungsprojekt ZO.RRO – Zero Carbon Cross Energy System entwickelt gemeinsam mit Industriebetrieben in Thüringen innovative Lösungen für eine vollständig CO2-freie Energieversorgung. Das ZO.RRO Team unterstützt Unternehmen dabei individuell passende Flexibilitätsoptionen auf Verbraucherseite zu identifizieren und umzusetzen, die es ermöglichen gleichzeitig CO2-Emissionen zu reduzieren und die Netzstabilität zu gewährleisten.

Verbundpartner aus Wissenschaft und Wirtschaft erarbeiten bis Ende 2021 Konzepte, die mit kleinen und mittleren Betrieben ab 2022 real erprobt werden. Dabei werden im Rahmen eines CO2-Monitorings mit eigens dafür entwickelten IT-Systemen der aktuelle sowie prognostizierte CO2-Fußabdruck der Unternehmen ermittelt und Lösungsspielräume aufgezeigt.

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Wie sieht ZO.RRO in der Praxis aus?

Die Bandbreite derzeit identifizierter Maßnahmen reichen vom Einsatz von Wärmepumpen (Kopplung der Sektoren Strom und Wärme), über eigene Erneuerbare Erzeugungsanlagen in Kombination mit Speichern (CO2-optimierter Betrieb) bis hin zur Anpassung der Produktionslasten an die Verfügbarkeiten Erneuerbarer Energien (Lastmanagement, flexible Produktionsprozesse). So können beteiligte Unternehmen Energie, CO2 und damit verbundene Kosten sparen und einen wichtigen Beitrag für die Energiewende leisten.

Die akademischen Partner entwickeln parallel dazu ein Energiesystemmodell, welches CO2- und kostenoptimal die zukünftige Struktur der Energieversorgung in Thüringen abbildet. Die Demonstration mit Thüringer Unternehmen erlaubt es das Modell zu verifizieren und notwendige Strukturanpassungen abzuleiten.

Blaupause für ganz Deutschland

ZO.RRO will das Thema Dekarbonisierung in die Mitte der Gesellschaft tragen und zeigen, welchen Beitrag industrielle Verbraucher zur CO2-Reduktion liefern können. Ziel ist es, das Netz stabil mit Erneuerbaren Energien zu betreiben und das Bewusstsein dafür zu stärken, dass viele Lösungswege zum Ziel führen und alle gefragt sind, die Transformation mitzugestalten. Die Ergebnisse können als Blaupause für die Energiewende in ganz Deutschland und darüber hinaus dienen. ZO.RRO zeigt Zukunft.

Das ZO.RRO Projekt wird gefördert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie sowie den Freistaat Thüringen. Konsortialführer ist die Technische Universität Ilmenau.

Alle Informationen zum Projekt unter www.zorro.energy sowie im Projektflyer.

For more information on the ZO.RRO project choose „English“ in our website menu. Both our project video and the project flyer are available in English language. Feel free to contact us for further details.

Ansprechpartnerin


Maria Siegl
Projektmanagerin Kommunikation
Thüringer Erneuerbare Energien Netzwerk (ThEEN) e.V.
T: 0361 663 82 286 | M: maria.siegl@theen-ev.de

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