Eine Dafür-Bewegung an jedem Energiewende-Standort. Geht es nach Andreas Düser und Christian Schlösser sollte das in jedem Ort der Normalfall sein. Mit ihrer neuen „Interessengemeinschaft für Erneuerbare Energien in Südwestfalen“ machen sie den ersten Schritt. Ein Interview mit den Gründern der IG2e.

Wie ist die IG2e entstanden?

Andreas Düser: Die Idee hierzu war schon lange in unseren Köpfen. Wir wollten eine sinnvolle, regionale Ergänzung schaffen, um vor Ort schneller agieren zu können. Der schleppende Ausbau der Erneuerbaren Energien gepaart mit vielen Lippenbekenntnissen der Politik im Bereich Klimaschutz macht eine Interessenvertretung in der Region notwendig.

Was sind die Ziele der IG2e?

Christian Schlösser: Wir möchten weitere Betreiber aus dem Bereich Erneuerbare Energien als auch Anhänger der Energiewende gewinnen, um den Ausbau zu fördern, Aufklärung zu betreiben, und Interessenten beim Bau von Erneuerbare-Energien-Anlagen zu unterstützen. Die IG2e soll eine sinnvolle Ergänzung der landesweiten Verbände auf regionaler Ebene bilden. Ideal wäre es, wenn sich zukünftig für jede Gegenbewegung bei neuen Projekten im Bereich Erneuerbare Energien eine Interessengemeinschaft PRO Erneuerbare Energien bilden würde. So können verhärtete Fronten aufgeweicht werden und sinnstiftende Gespräche entstehen. Erst der Dialog macht es möglich, sich gemeinsam für das große Ziel – den Klimaschutz – stark zu machen.

Was muss sich auf Bundesebene ändern, damit der Klimaschutz mehr in den Fokus rückt?

Andreas Düser: Das Bewusstsein muss sich ändern! Wenn Sie den einzelnen Politiker fragen, wie er zu den Erneuerbaren Energien steht, kommt immer ein Bekenntnis zum Ausbau heraus! Wenn man aber die Auswirkungen der einzelnen Gesetze und Verordnungen beleuchtet, welche die Politiker verabschieden, dann erkennt man sehr schnell, dass Anspruch und Wirklichkeit weit auseinanderklaffen.

Als Beispiele möchte ich hier den Ministerpräsidenten Laschet und den Wirtschaftsminister Altmeier heranziehen. Nach außen hin verkaufen sich beide als glühende Verfechter des Ausbaus der Erneuerbaren Energien. Die umgesetzte Politik aber bewirkt diametral das Gegenteil: Abstandsregeln, die über 99% der Landesflächen in NRW für die Windkraftnutzung ausschließt oder EEG-Novellen, die ganze Erneuerbare-Energien-Industrien aus Deutschland vertreiben und den Verlust von hunderttausenden von Arbeitsplätzen mit sich ziehen – das sind die Realitäten – und das muss sich ändern!

Was wünschen Sie sich auf lokaler Ebene für Erneuerbare-Energien-Projekte in Südwestfalen?

Christian Schlösser: Dass wir in den nächsten Jahren hier in Südwestfalen den notwendigen Ausbau vorantreiben, sowie die politischen Rahmenbedingungen im Regierungsbezirk verbessern. Die Natur wird es uns danken, wenn wir weiterhin mehr CO2 vermeiden. Auch eine regionale Stromversorgung wird bei den Bürgern auf Dauer mehr Akzeptanz mit sich bringen.

Wie können Interessierte die Arbeit der IG2e unterstützen?

Düser und Schlösser: Wer uns unterstützen will, kann ganz einfach über unsere Website www.ig2e-suedwestfalen.de das Formular Unterstützer werden ausdrucken und ausgefüllt an uns zurücksenden. Wir freuen uns über jede Form der Unterstützung.

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