Der Kohleausstieg kann nur gelingen, wenn Erneuerbare Energien deutlich stärker ausgebaut werden als bisher. Die Kohlekommission empfiehlt entsprechend in ihrem Abschlussbericht, ausreichende Flächen für Windenergie und Photovoltaik auszuweisen. Die nordrhein-westfälische Erneuerbare-Energien-Branche begrüßt daher die Aussage von NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart, der nach dem Beschluss der Kohlekommission von einem notwendigen, kräftigen Ausbau regenerativer Energien in NRW gesprochen hat.

Kommissionsmitglied Reiner Priggen (Dipl.-Ing.), Vorsitzender des LEE NRW, spricht von einem besonderen Momentum: „Wir haben jetzt die einmalige Chance für einen echten Wandel unserer Energieversorgung. Damit das gelingt, müssen wir den Fuß von der Bremse nehmen und die Erneuerbaren, besonders Windenergie und Photovoltaik, konsequent ausbauen. Nur so kann NRW langfristig ein starkes Energieland bleiben sowie Wertschöpfung und Arbeitsplätze im Energie- und Industriebereich sichern. In diesem Sinne sind die Worte von Herrn Minister Pinkwart zu einem notwendigen, massiven Ausbau Erneuerbarer Energien sehr zu begrüßen. Nach der Solaroffensive der Landesregierung wäre es jetzt aber auch an der Zeit, die bisherige Landespolitik gegenüber der Windenergie zu überdenken. Hier steht die Branche für einen offenen konstruktiven Dialog bereit, wie man den Ausbau der Windenergie in den nächsten Jahren zielorientiert und akzeptanzstark im Land gestalten kann.“

Der Anteil Erneuerbarer Energien am Stromverbrauch beträgt in NRW erst gut 13 Prozent (Stand: 31.12.2017). Deutschlandweit hat der Anteil 2018 bereits rund 40 Prozent erreicht. Nach guten Ausbauzahlen in den vergangenen Jahren ist der Ausbau der Windenergie, einem Leistungsträger der Energiewende, 2018 stark eingebrochen in Nordrhein-Westfalen. Grund dafür ist auch eine anhaltende Verunsicherung der Windbranche durch einschränkende Maßnahmen der NRW-Landesregierung.