Der LEE NRW kritisiert die Entscheidung des Koalitionsausschusses, das Dämmen von Häusern sowie den Austausch von Fenstern und alten Heizungen doch nicht steuerlich zu fördern. Dies sei nach Jahren schleppender Verhandlungen ein „desaströses Signal“ für die Wärme- und Effizienzwende.

„Dabei wären insbesondere für das Land Nordrhein-Westfalen mit seinen vielen alten Gebäuden neue Impulse dringend notwendig. Der LEE NRW fordert angesichts vieler vergeblicher Versuche einer Einigung, nun schleunigst alternative Modelle zur Umstellung der häuslichen Wärmeversorgung auf Erneuerbare Energien in Angriff zu nehmen, beispielsweise die EE-Wärmeprämie“, sagte Jan Dobertin, Geschäftsführer des LEE.

Das Effizienzziel der Bundesregierung besagt, dass sich im Gebäudebereich der Heizwärmebedarf bis 2020 um 20 Prozent vermindern und der Primärenergiebedarf bis 2050 um 80 Prozent verringern soll. „Mir ist schleierhaft, wie die Bundesregierung diese Ziele erreichen will, wenn sie sich offenbar von einzelnen Blockierern in den eigenen Reihen so leicht das Heft aus der Hand nehmen lässt“, ergänzte Dobertin. Nicht zuletzt für die ehrgeizigen Ziele des NRW-Klimaschutzgesetzes ist die energetische Gebäudesanierung ein wichtiger Schritt.