Eine Studie der International Renewable Energy Agency (IRENA) hat erneut die Funktion der Energiewende als Wirtschafts- und Wachstumsmotor bestätigt. Basierend auf Szenarien aus dem Jahr 2014 wurden erstmals die makroökonomischen Auswirkungen des Erneuerbare-Energien-Ausbaus abgeschätzt.

Das Ergebnis: Die Energiewende bremst nicht nur den Klimawandel, sondern kurbelt auch die Wirtschaft an, verbessert das Wohl der Menschen und schafft weltweit Arbeitsplätze.

Sollte es gelingen, den Anteil der Erneuerbaren am globalen Energiemix von 2010 bis 2030 auf 36 Prozent zu verdoppeln, hätte dies folgende Auswirkungen:

  • Das weltweite Bruttoinlandsprodukt (BIP) würde um 0,6 bis 1,1 Prozent wachsen (0,7 bis 1,3 Billionen US-Dollar). Dabei wären in Japan die wirtschaftlichen Auswirkungen am stärksten (+2,3 Prozent), aber auch in Australien, Brasilien, Deutschland, Südkorea, Mexiko und Südafrika würde das BIP um über 1 Prozent steigen.
  • Die Auswirkungen auf das Gemeinwohl wären sogar drei- bis viermal so groß wie auf das BIP, hier wird ein Wachstum um 2,7 bis 3,7 Prozent prognostiziert.
  • Der Arbeitsmarkt im Erneuerbare-Energien-Sektor würde von aktuell 9,2 Millionen Arbeitsplätzen weltweit auf 24,4 Millionen wachsen.
  • Es käme zu einer Veränderung der Handelsmuster: Die globalen Kohleimporte würden sich mehr als halbieren, Öl- und Gasimporte würden zurückgehen, was großen Importeuren wie Japan, Indien, Korea und der EU nützen würde, und auch Länder, die fossile Brennstoffe exportieren, könnten von einer breiter gefächerten Wirtschaft profitieren.