Der Kohleausstieg hat begonnen und die Mehrzahl der in diesem Jahr stillzulegenden Kraftwerke geht in NRW vom Netz. Das Land braucht daher jetzt umso mehr den entschlossenen Ausbau der Erneuerbaren Energien, wenn es seinen Status als Energieland Nr. 1 behalten will.

Der Westen legt beim Kohleausstieg vor: Sechs der elf stillzulegenden Steinkohlekraftwerke befinden sich in Nordrhein-Westfalen. Hinzu kommen drei nordrhein-westfälische Braunkohleblöcke, die ebenfalls in diesem Jahr vom Netz gehen. Um die wegfallende Kraftwerksleistung und die damit verbundene regionale Wertschöpfung zu kompensieren, muss die Landesregierung aufhören, den Ausbau der Erneuerbaren Energien zu blockieren.

Aktuell drohen zahlreiche Flächen, die für den Windkraftausbau dringend benötigt werden, durch verschärfte Abstandsregelungen versperrt zu werden. Langwierige Genehmigungsprozesse erschweren den Ausbau der Erneuerbaren zusätzlich.

Als ehemaliges Mitglied der sogenannten „Kohlekommission“ hat Reiner Priggen (Dipl.-Ing.), Vorsitzender des Landesverbandes Erneuerbare Energien NRW (LEE NRW), den Kohleausstieg maßgeblich mitverhandelt: „Der zügige Kohleausstieg ist richtig und wichtig. Doch man kann nicht aus allem aussteigen, ohne in etwas neues einzusteigen. Was die Landesregierung hier betreibt, gleicht einer Deindustrialisierung: Statt den Umstieg auf eine klimafreundliche Energieversorgung zu gestalten, werden die Erneuerbaren Energien durch politische Entscheidungen weiter ausgebremst. Die Fesselung der Erneuerbaren Energien in NRW muss aufhören, wenn wir als Wirtschafts- und Industriestandort auch in Zukunft mithalten wollen.“

Allein im Jahr 2021 werden mindestens 3.740 Megawatt Kohle-Leistung aus dem nordrhein-westfälischen Netz ausscheiden. Diese Zahl kann sich noch erhöhen, da die Stilllegung weiterer 1.500 Megawatt Steinkohleleistung zum 4. Januar ausgeschrieben war.

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Nina Herff

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PM: Auf den Kohleausstieg muss der Erneuerbaren-Einstieg folgen

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