In Nordrhein-Westfalen beginnt die eigens gegründete GmbH des Landesverbandes Erneuerbare Energien NRW mit dem operativen Aufbau der flächendeckenden bedarfsgesteuerten Nachtkennzeichnung (BNK). Rund 2.350 Anlagen müssen hier ausgerüstet werden. Mehr als die Hälfte hat bereits eine Absichtserklärung zur Teilnahme am LEE NRW-Konzept gezeichnet.

Die LEE NRW GmbH des Landesverbandes Erneuerbare Energien NRW hat den operativen Start ihres deutschlandweit einzigartigen Konzeptes für eine flächendeckende BNK bekannt gegeben. Von den insgesamt 2.350 ausstattungspflichtigen Windenergieanlagen in Nordrhein-Westfalen konnte das Unternehmen bereits 1.300 Anlagen per Letter of Intent (LOI) vom eigenen BNK-Konzept überzeugen. Nun beginnt die erste Roll-Out-Phase. Die LEE NRW GmbH hat zusammen mit dem Transponder-Hersteller Lanthan Safe Sky alle BNK-pflichtigen Anlagen NRWs zu gut 213 Clustern gebündelt. Das Ziel: Die möglichst schnelle, koordinierte und kostengünstige Ausstattung aller Anlagen. In 55 Clustern konnte laut LEE NRW GmbH bereits eine vollständige Abdeckung dank großen Interesses seitens der Betreiber erreicht werden. In diesen Clustern wird es als erstes losgehen.

Für die Realisierung seines innovativen Großprojekts hat sich die LEE NRW GmbH für einen erfahrenen Projektpartner entschieden. Lanthan Safe Sky hat als erster Anbieter bundesweit mit der Transponder-BNK die Baumusterprüfung bestanden und ist somit bereits zugelassen. Die Luftfahrtexperten aus Baden-Württemberg freuen sich auf den Start in NRW, so Marc Förderer, Marketing-Spezialist bei Lanthan: „Wir freuen uns über die Order der LEE NRW GmbH für die ersten 50 Signalempfänger, die das Herzstück unseres Systems sind. Das ist der Startschuss für den flächendeckenden Aufbau unseres sicheren und erprobten Systems im großen Stil.“

Christian Mildenberger, Geschäftsführer der LEE NRW GmbH, sieht im großen Interesse der Branche und der guten Zusammenarbeit mit Lanthan Safe Sky den Beleg für die Leistungsbereitschaft der ganzen Branche: „Die NRW-Windbranche geht geschlossen und gemeinschaftlich voran, damit Anwohnerinnen und Anwohner so schnell wie möglich wieder in die dunkle Nacht blicken können. Und wir gehen davon aus, dass wir noch viele weitere Betreiber von unserem Konzept überzeugen können, denn die Teilnahme an unserem Modell ist natürlich weiterhin möglich.“

Andreas Düser, Betreiber aus Ense am Rande des Sauerlandes, ist einer der ersten Interessenten: „Wir freuen uns auf den Start der BNK: Für uns ist das ein wichtiges Akzeptanzthema. Wir wollen den Himmel für die Anwohner wieder dunkel machen. Mit unseren Anlagen fühlen wir uns bei der LEE NRW GmbH sehr gut aufgehoben. Für uns wird die komplexe BNK-Geschichte dadurch einfacher und günstiger. Außerdem können wir uns so sicher sein, dass wir die Frist einhalten und zum Stichtag alles läuft.“

Das Konzept der Verbandsleute im Westen ist schnell verstanden: Mehrere Windräder können sich eine Signaleinheit des Transponder-Systems von Lanthan Safe Sky teilen. Jede BNK-Einheit deckt einen Wirkradius von sechs Kilometern ab. Durch eine umfangreiche Standortanalyse aller ausstattungspflichten Windenergieanlagen in ganz Nordrhein-Westfalen wurde eine flächendeckend optimierte Positionierung sichergestellt. So können möglichst viele WEA dasselbe Signal nutzen. Diese WEA bilden ein Cluster und teilen sich die Kosten. Je mehr Betreiber mitmachen, desto günstiger wird es für alle Betreiber innerhalb eines Clusters. „Würden alle Betreiber auf eigene Faust ein System anschaffen, bräuchte es 300 Signaleinheiten. Durch unser Gemeinschaftskonzept können wir ein Drittel davon einsparen. Dies kann die Kosten pro Anlage erheblich senken“, erklärt Christian Mildenberger.

Ansprechpartnerin

Nina Herff

Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

+49 211 93676058
nina.herff@lee-nrw.de

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