In der nordrhein-westfälischen Klimakommune Saerbeck im Münsterland baut der Wasserstoff-Spezialist Enapter eine Fabrik für Elektrolyseure auf. Schlagendes Argument für den Standort: Erneuerbare Energien.

Der Wasserstoff-Spezialist Enapter plant in Saerbeck (NRW) die erste Massenproduktion für modulare Elektrolyseure. Wie heute bekannt gegeben wurde, soll in der Klimagemeinde eine Fertigungskapazität von 100.000 Elektrolyseur-Modulen pro Jahr entstehen. Ein wesentlicher Grund für die Auswahl des Standorts im Münsterland ist das Vorhandensein von Erneuerbare-Energien-Kapazitäten – Saerbeck erzeugt mehr regenerative Energie, als vor Ort verbraucht wird.

Christian Mildenberger, Geschäftsführer des Landesverbandes Erneuerbare Energien NRW (LEE NRW), zeigt sich erfreut über die Pläne:
„Mit Wind, Sonne und Co. produzierter grüner Wasserstoff wird ein wichtiger Baustein der Energiewende. Umso erfreulicher ist die Ansiedlung der Fabrik für innovative Wasserstoff-Elektrolyseure in NRW. Die Entscheidung für Saerbeck zeigt zudem, dass der Einsatz für Erneuerbare Energien unerlässlich und längst ein entscheidender Standortfaktor ist.“

Das Unternehmen Enapter designt und produziert hocheffiziente Wasserstoffgeneratoren. Dafür hat Enapter eine eigene patentierte Technologie entwickelt, die sogenannte Anionenaustausch-Membran-Elektrolyse (AEM). Sie ermöglicht den Betrieb in kompakten, modularen Anlagen. Hiervon verspricht sich das Unternehmen einen Kostenvorteil und erweiterte Anwendungsmöglichkeiten. Bisher wird Wasserstoff vor allem in weniger flexiblen Großeinheiten produziert.

Thomas Chrometzka, Head of Strategy bei Enapter: „Unser Ziel ist es, klimaschädliche fossile Brennstoffe durch grünen Wasserstoff zu ersetzen. Grün ist er, weil er ausschließlich mit Erneuerbaren Energien erzeugt werden soll. Deswegen hat uns auch von Anfang an die Klimakommune Saerbeck mit ihrem umfangreichen Klima- und Energiekonzept als Standort begeistert. Hier kommt alles zusammen: regionale Wertschöpfung, engagierter Klimaschutz, vorausschauende Energiepolitik und umfassende Bürgerbeteiligung.“

Die Fabrik auf dem 76.000 Quadratmeter großen Gelände wird vollständig mit Erneuerbaren Energien aus den Saerbecker Solar-, Wind- und Biomasseanlagen, sowie aus betriebseigenen Solaranlagen und Wasserstoffspeichern betrieben werden. Der Baubeginn ist für Anfang 2021 vorgesehen. Ab 2022 sollen jedes Jahr 100.000 Elektrolyseur-Einheiten in der neuen Fabrik gefertigt werden, die bis zu 300 neue Arbeitsplätze schafft.

Ansprechpartner

Mario Burda

Leiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

+49 211 93676064
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PM-Grüne Wasserstoff-Produktion in Klimakommune Saerbeck

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