Für jeden dritten Wähler in NRW waren am Sonntag Umwelt und Klima die wahlentscheidenden Themen. An die gewählten Lokalpolitiker im Land sendet das ein wichtiges Zeichen: Auch in den Städten und Gemeinden muss die Politik vor Ort den Fokus auf Klimaschutz legen. Der LEE NRW gratuliert den Gewählten und hofft, dass sie ihre kommunalen Handlungskompetenzen noch stärker nutzen, um Klimaschutz und Energiewende voranzutreiben.

Umwelt und Klima waren für knapp ein Drittel der Wähler am vergangenen Sonntag die wahlentscheidenden Themen in Nordrhein-Westfalen. Damit lag der Klimaschutz an erster Stelle und sogar deutlich vor den ewigen NRW-Streitthemen Verkehr und Bildung. Der Landesverband Erneuerbare Energien NRW (LEE NRW) appelliert deshalb an die neuen und alten Mandatsträger, Klimaschutzmaßnahmen wie Ausbau und Nutzung Erneuerbarer Energien in den Städten und Gemeinden zum Fokus der Arbeit zu machen.

„Trotz Corona-Pandemie gab es für die Wähler bei der Kommunalwahl kein wichtigeres Thema als den Klimaschutz. Das ist für mich auch nach über 30 Jahren in der Politik phänomenal. Daran wird doch für den Letzten erkennbar: Klimaschutz ist kein kurzweiliger Trend oder ein Nischenthema, sondern ganz klar wahlentscheidend. Und das wird sich bei den Wahlen in Zukunft noch deutlicher bemerkbar machen. Wer heute erfolgreiche Politik machen will, muss den Klimaschutz in den Mittelpunkt seiner Arbeit stellen“, kommentiert Reiner Priggen (Dipl.-Ing.), Vorsitzender des LEE NRW, die Ergebnisse der Kommunalwahl.

Den Kommunen kommt bei der Umsetzung der Energiewende eine wichtige Rolle zu. Ihnen obliegt es beispielsweise, öffentliche Gebäude energetisch zu sanieren oder auf regenerative Energien umzustellen. Zudem sind Kommunen in vielen Fällen wichtige Teilhaber der örtlichen Energieversorger und können sich auch hier für den Einsatz Erneuerbarer Energien stark machen. Ebenfalls zu den Kompetenzen der Kommunen zählt es, Flächen für Windenergie auszuweisen und auf diese Weise Platz für die Energiewende zu schaffen.

Das zweite wahlentscheidende Thema „Wirtschaft“ sieht Christian Mildenberger, Geschäftsführer des LEE NRW, ganz und gar nicht im Widerstreit, sondern als zweite Seite der Medaille und als klaren Vorteil klimafreundlicher Lokalpolitik: „Klimaschutz wird vor Ort gemacht. Davon profitiert nicht nur die Umwelt, sondern auch die Kommune. Wer Erneuerbare Energien in der eigenen Kommune fördert, der vermeidet nicht nur Treibhausgase, sondern schafft lokale Wertschöpfung und Arbeitsplätze. Hier können die Städte und Gemeinden noch viel mehr erreichen. Viele gute Beispiele, die zeigen wie es geht, gibt es in NRW schon, etwa in der Stadt Lichtenau oder im Kreis Steinfurt.“ Mildenberger fordert alle Gewählte auf, sich daran ein Beispiel zu nehmen, um Ökologie und Ökonomie im besten Sinne zusammen zu bringen.

Damit kommunale Mandatsträger, ob wieder- oder neugewählt, sich einen Überblick über Erneuerbare-Energien-Anlagen in ihrer Region verschaffen können, hat der LEE NRW die App „Deine Erneuerbaren“ mit einem Anlagen-Finder und vielen weiterführenden Informationen zu den Erneuerbaren Energien zur Kommunalwahl veröffentlicht.

Ansprechpartnerin

Nina Herff

Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

+49 211 93676058
nina.herff@lee-nrw.de

Vorheriger Beitrag Nächster Beitrag

Zugeordnete Downloads

PM: Kommunalwahl: Wahlgewinner Klima und Umwelt

206 KB