Mona Neubaur, NRWs neue Wirtschafts- und Klimaschutzministerin, diskutierte mit LEE NRW-Mitgliedern auf dem traditionellen Sommerempfang.

Nach dem einstigen Bundesumweltminister und Direktor des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP), Klaus Töpfer, und dem früheren NRW-Ministerpräsidenten Armin Laschet hat der Landesverband Erneuerbare Energien NRW (LEE NRW) zu seinem diesjährigen Sommerempfang in der Düsseldorfer Zentrale der NRW.BANK erneut ein bekanntes Gesicht aus der Politik als Hauptrednerin begrüßen können: Mona Neubaur, die neue Wirtschafts-, Energie- und Klimaschutzministerin von Nordrhein-Westfalen.

Zeitlich liegt zwischen den Auftritten von Töpfer und Laschet einerseits und Neubaur andererseits eine ökologische und energiewirtschaftliche Zeitenwende. "Allein die nie gekannte Trockenheit, die wir in den zurückliegenden Wochen in Teilen Südeuropas und auch in zahlreichen Regionen Deutschlands erleben mussten, muss ein ultimatives Signal für alle politisch Verantwortlichen sein, den Ausbau Erneuerbarer Energien massiv zu forcieren", betonte Reiner Priggen, Vorsitzender des LEE NRW, zum Auftakt der Veranstaltung.

Hinzu kommt der verbrecherische Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine, der Politik und Gesellschaft die in den zurückliegenden Jahren sukzessive gestiegene Abhängigkeit von fossilen Energieimporten aus Russland, und hier insbesondere von russischem Erdgas, drastisch angesichts explodierender Energiepreise bewusst hat werden lassen. "Wir wären beim Kampf gegen den Klimawandel und auch bei der Energieversorgungssicherheit schon ein gutes Stück weiter, hätte den Verantwortlichen in Bund und Land in den letzten Jahren nicht jeglicher Ehrgeiz beim Ausbau Erneuerbarer Energien gefehlt."

Der LEE NRW begrüßt deshalb nicht nur, dass die schwarz-grünen Regierungsparteien NRW zum ersten klimaneutralen Industrieland in Europa umbauen wollen. "Das Erneuerbare Energien neuerdings im überragenden öffentlichen Interesse stehen und der Sicherheit dienen, ist eine legislative Aufwertung, die längst überfällig gewesen ist", so Priggen zu den EEG-Beschlüssen im Bundestag vor der parlamentarischen Sommerpause.

Dieser Paradigmenwechsel sei, so der LEE NRW-Vorsitzende, in so manchen Rathäusern und Behörden in NRW noch nicht angekommen: Was nützt beispielsweise ein neues Denkmalschutzgesetz, das den Erneuerbaren Energien eine stärkere Berücksichtigung einräumt, wenn viele Untere Denkmalbehörden genauso restriktiv die Installation von Solaranlagen auf Dächern denkmalgeschützter Gebäude handhaben wie zuvor?

Auch beim Windenergieausbau, so Priggen, sei von einer Aufbruchstimmung im Land noch nichts zu spüren, denn: "Jetzt warten zahlreiche Kommunen auf die neuen Vorgaben aus Düsseldorf". Seine Empfehlung an das NRW-Energieministerium lautete deshalb: "Wir brauchen Tempo, Tempo, Tempo bei der Überarbeitung des Landesentwicklungsplans, bei der Überarbeitung des Artenschutzleitfadens oder bei der Öffnung für die Windenergie in den zerstörten Wäldern sowie Industrie- und Gewerbegebieten."

Ansprechpartner

Dr. Ralf Köpke

Pressesprecher

+49 211 93676064
ralf.koepke@lee-nrw.de

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