Die Hälfte aller 2019 genehmigten Wohngebäude in NRW wird mit Erneuerbaren Energien beheizt. Doch von den aktuellen Förderbedingungen profitieren noch immer auch fossile Heizsysteme. Um die Wärmewende in NRW im Sinne eines nachhaltigen Klimaschutzes noch stärker voranzubringen, sollte stattdessen die Nutzung geothermischer Energie stärker forciert werden. Dafür sollte der Strompreis dringend von hemmenden Steuern und Umlagen befreit werden.

Die Hälfte der 2019 neu genehmigten Wohngebäude in NRW (50,6%) wird durch Erneuerbare Energien beheizt. Jeder achte Bauherr (13,3%) entschied sich 2019 dabei für eine Erdwärmeheizung – das sind mehr als doppelt so viele wie im Bundesdurchschnitt (6,3%). Am häufigsten setzen Bauherren in Olpe auf geothermische Wärmepumpen. In fast jedem dritten Neubau (30,8%) wird hier mit Geothermie geplant.

Geothermische Wärmepumpen sind besonders sauber und setzen die eingesetzte Energie darüber hinaus äußerst effizient um. Aus 1 Kilowattstunde eingesetzten Strom lassen sich bis zu 5 Kilowattstunden Wärme nutzbar machen. Als klimafreundliche Alternative gegenüber fossilen Öl- oder Gasheizungen leistet die Geothermie somit einen wichtigen Beitrag zur CO2-Reduktion.

Aufgrund deutlich höherer Steuern und Abgaben auf den Strompreis (50-70%, im Vergleich zu Öl und Gas mit 20-30%), werden Bauherren, die auf geothermische Wärmepumpen setzen jedoch noch immer benachteiligt. Die Amortisierung der höheren Investitionskosten gestaltet sich auf diese Weise schwierig und verteuert wichtige Klimaschutzmaßnahmen somit unnötig. Der LEE NRW schließt sich daher den Forderungen des Bundesverbandes Geothermie an und befürwortet den Vorschlag, die Austauschprämie für Ölheizungen auch auf weitere fossile Heizsysteme, wie etwa Kohlekessel, Nachtspeicherheizungen und Gasheizungen, auszuweiten.

„Wollen wir das Pariser Klimaabkommen einhalten, brauchen wir einen sofortigen Stopp aller Förderungen für fossile Heizungssysteme und mehr Förderung für klimafreundliche Alternativen“, so Reiner Priggen (Dipl. Ing.), Vorsitzender des LEE NRW. Entgegen anderslautender Pläne der Bundesregierung ist zudem die Innovationsförderung für effiziente Wärmepumpen im Neubau weiterzuführen.

Ansprechpartner

Mario Burda

Leiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

+49 211 93676064
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