Die Windbranche setzt sich seit Jahren dafür ein, dass Windräder nachts weniger blinken. Der Bundesrat ist kommenden Freitag aufgefordert einen entsprechenden Beschluss zu fassen, damit Anwohner entlastet werden und die Akzeptanz für Windenergie gesteigert wird.

Die Windbranche setzt sich seit Jahren dafür ein, dass Windräder nachts weniger blinken. Der Bundesrat ist kommenden Freitag aufgefordert einen entsprechenden Beschluss zu fassen, damit Anwohner entlastet werden und die Akzeptanz für Windenergie gesteigert wird.

Der Bundesrat ist am kommenden Freitag aufgefordert einem
Gesetzentwurf der Bundesregierung zu folgen und dafür zu sorgen, dass Windräder
nachts weniger blinken. Dafür ist die sogenannte Transpondertechnik eine
sichere, einfache und schnell umzusetzende Lösung. Das nächtliche Blinken von
Windrädern kann damit um 98 Prozent verringert werden. Anwohner von Windparks
werden so weniger gestört.
Christian Mildenberger, Geschäftsführer des Landesverbandes
Erneuerbare Energien NRW (LEE NRW): „Wir erwarten von den Ländern, dieser
unumstritten akzeptanzstärkenden Maßnahme nicht im Weg zu stehen und dem
Gesetzentwurf der Bundesregierung zuzustimmen. Das Ziel muss sein,
Anwohnerinnen und Anwohner schnellstmöglich zu entlasten. Und zwar bundesweit.
Die Transpondertechnik ist dafür die ideale Lösung. So könnte in nur einem Jahr
der Himmel über deutschen Windparks wieder dunkel werden.“
Ein umfangreiches Sicherheitsgutachten der Bundesregierung
bestätigt, dass die Transponderlösung sicher eingesetzt werden kann. Darüber
hinaus ist sie aufgrund des weltweiten, jahrzehntelang erprobten Einsatzes auch
sehr preiswert. Durch diese Kosteneffizienz lassen sich bundesweit nahezu alle
Windenergieanlagen nachts verdunkeln. Und das ohne elektromagnetische
Strahlung, wie sie bei Radaranlagen auftreten würde.
Zur Einführung der Technologie muss die Allgemeine
Verwaltungsvorschrift zur Kennzeichnung von Luftfahrthindernissen (AVV)
angepasst werden. Nach Verabschiedung im Bundestag steht die finale Abstimmung
dazu am kommenden Freitag (14.02.2020) im Bundesrat an. Auf Empfehlung der
federführenden Bundesministerien hat der Umweltausschuss der Länder seine
Zustimmung signalisiert. Lediglich einzelne Verkehrsminister weniger Länder
haben weiterhin unbegründete Bedenken, die aber weder von der Bundeswehr noch
der Bundespolizei, von Hubschrauberstaffeln oder Rettungsfliegern geteilt
werden.
Für die effiziente Umsetzung der Transpondertechnik hat der LEE NRW ein Konzept entwickelt, um alle ausstattungspflichtigen Anlagen (ca. 2.400 in NRW, 17.5000 deutschlandweit) innerhalb von 18 Monaten auszurüsten. Durch intelligente Vernetzung und Zusammenarbeit bestehender und neuer Windparks kann die Zahl zu installierender BNK-Systeme optimiert werden: So wird es schneller wieder dunkel in der Nacht.
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Ansprechpartner

Mario Burda

Leiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

+49 211 93676064
mario.burda@lee-nrw.de

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