Der LEE NRW und weitere Branchenverbände der Erneuerbaren Energien und speziell der Wasserkraft wenden sich gegen ein Manifest des WWF. Die Organisation fordert darin ein Ende der klimaschützenden Wasserkraft-Nutzung und den Baustopp neuer Anlagen. Reiner Priggen: „Der Angriff des WWF gegen die Wasserkraft ist undifferenziert und unverständlich: Wasserkraft bleibt unverzichtbar für Energiewende und Klimaschutz und leistet einen gewichtigen Beitrag für die Gewässerökologie sowie den ...

Gemeinsam mit zahlreichen Branchenakteuren der Erneuerbaren Energien aus ganz Deutschland kritisieren der Landesverband Erneuerbare Energien NRW (LEE NRW) und die nordrhein-westfälischen Wasserkraft-Verbände ein vom World Wide Fund for Nature (WWF) und weiteren Umweltorganisationen in Brüssel veröffentlichtes Manifest gegen die Wasserkraft. Der WWF greift darin die Klimaschutz-Technologie an und fordert ein Ende der jahrhundertelangen Wasserkraft-Nutzung.

Reiner Priggen (Dipl.-Ing.), Vorsitzender des LEE NRW, wirft der Organisation Stimmungsmache vor: „Der WWF verlässt mit seinem pauschalen und plumpen Angriff jedwede sachliche Diskussionsgrundlage. Das ist äußerst befremdlich. Denn wir brauchen die Wasserkraft als klimaschützende Erneuerbare Energie dringend: Sie ist umweltverträglicher, klimaschonender und günstiger als jeder fossile Energieträger. Und die Wasserkraft ergänzt Wind-, Solar- und Bioenergie perfekt.“

Die Erneuerbaren-Verbände haben ein gemeinschaftliches Papier verfasst, in dem sie zahlreiche Pro-Argumente für die Wasserkraft aufführen und die pauschale Verurteilung der Wasserkraft durch den WWF kritisieren. Gunnar Lohmann-Hütte, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Wasserkraftwerke NRW, erläutert: „Die Betreiber von Wasserkraftanlagen fühlen sich der Umsetzung der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie verpflichtet. Fischschutz, Fischtreppen, Fischabstiege und fischfreundliche Turbinen: Die Wasserkraft macht bereits viel, wo technisch möglich und wirtschaftlich darstellbar, um die Flüsse durchgängig zu gestalten und Fische zu schützen. Damit trägt sie aktiv zur Renaturierung der Gewässer bei und verbindet Klima- und Naturschutz.“

Auch Philipp Hawlitzky, Geschäftsführer der Interessengemeinschaft Wassernutzung NRW, zeigt sich irritiert von der undifferenzierten und unzureichenden Beurteilung der Wasserkraft und erklärt: „Im Sinne einer ganzheitlichen Betrachtung und Bewertung der Wasserkraftnutzung ist eine sachliche Diskussion erforderlich. Der Klimawandel verlangt nach einer klimaschonenden Energiewirtschaft. Dabei ist die verstärkte Nutzung von Energie aus erneuerbaren Quellen wie der Wasserkraft ein wesentliches Instrument. Einseitige Positionen gegen die Wasserkraft blockieren jedoch einen ergebnisorientierten Dialog. Wir rufen daher den WWF und alle weiteren Umweltverbände dazu auf, sich sachlich und fachlich in die Diskussion um die Wasserkraft einzubinden, statt pauschale Äußerungen kundzutun.“

Ansprechpartner

Mario Burda

Leiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

+49 211 93676064
mario.burda@lee-nrw.de

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