Der Dezember wird zum Klimamonat: Bei der UN-Klimakonferenz im polnischen Katowice verhandelt die Welt über die Umsetzung des Pariser Klimaabkommens. Gleichzeitig erarbeitet die Kommission für Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung in Berlin ihre Vorschläge zum Kohleausstieg. Für heute haben deshalb fast 60 Organisationen und Initiativen zu zwei großen Demonstrationen aufgerufen: Zeitgleich gehen in Köln und Berlin tausende Menschen auf die Straße, um für mehr Engagement beim Klimaschutz zu demonstrieren. Auch der LEE NRW beteiligt sich an dem Aufruf und ist unter dem Slogan „Raus aus der Kohle – Rein in die Erneuerbaren Energien“ in Köln vor Ort.

„Was der Klimawandel auch nur ansatzweise bedeutet, konnten wir in diesem Hitzesommer bereits hautnah spüren“, so Dipl. Ing. Reiner Priggen, Vorsitzender des LEE NRW. „Wenn wir das Klima wirklich schützen wollen, führt kein Weg am Kohleausstieg vorbei. Und mit den Erneuerbaren Energien haben wir längst eine klimafreundliche Alternative“.

Auch für das Rheinland ist der Kohleausstieg ein wichtiges Thema. Der Bergbau hat hier bisher eine große Rolle gespielt. Eine gesamte Region muss sich nun auf den bevorstehenden Strukturwandel vorbereiten. „Es ist an der Zeit zu handeln!“, so Heinrich Lieser, Vorsitzender des LEE Regionalverbandes Köln/Rheinland. „Die Kohle hat die Region lange Zeit geprägt, aber jetzt müssen wir an die Zukunft denken. Wir brauchen einen nachhaltigen Strukturwandel: Für die Menschen hier vor Ort und für das Klima“.

Erneuerbare Energien leisten einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz, da sie keine schädlichen Treibhausgase freisetzen. Um den langfristigen Ausstieg aus der Kohleenergie zu erreichen, fordert der LEE NRW daher den konsequenten Ausbau der Erneuerbaren Energien. Nur wenn klimaschädliche Emissionen mit Hilfe sauberer Energien zügig eingespart werden, ist das Erreichen der Pariser Klimaschutzziele realistisch. NRW hat hier noch großen Nachholbedarf. Aktuell beträgt der Anteil Erneuerbarer Energien am Stromverbrauch erst rund 14 Prozent.