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Der LEE-Sommerempfang bietet Unternehmen der Erneuerbare-Energien-Branche einen besonderen Rahmen, um mit Entscheidern aus Wirtschaft und Politik ins Gespräch zu kommen. Als Sponsor und/oder Aussteller des Sommerempfangs bekommen Sie hier die einmalige Gelegenheit, um für Ihren Namen zu werben, Geschäftspartner und Kunden zu treffen und neue Kontakte aufzubauen.

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Location

Der Sommerempfang 2020 findet in der NRW.BANK in Düsseldorf statt – in unmittelbarer Nähe zum Landtag NRW. Parkmöglichkeiten (kostenpflichtig) finden Sie u.a. auf dem fußläufig zur Bank liegenden Apollo Parkplatz unter der Rheinkniebrücke. Mit dem ÖPNV ist die NRW.BANK ab Düsseldorf Hauptbahnhof mit den Straßenbahnlinien 708 (Richtung Polizeipräsidium) oder 709 (Richtung Neuss Theodor-Heuss-Platz oder Richtung Südfriedhof) erreichbar. Bitte fahren Sie bis zur Haltestelle Poststraße. Von da aus sind es nur wenige Gehminuten zur Bank.

Adresse:
NRW.BANK
Kavalleriestraße 22
40213 Düsseldorf

Ihre AnsprechpartnerIn

Laura Kleinmann

Eventmanagerin

+49 211 93676066
laura.kleinmann@lee-nrw.de

Rückblicke

Rückblick auf den Sommerempfang 2019

In diesem Jahr gab es auf dem Sommerempfang des LEE NRW einen ganz besonderen Grund zum Feiern: 10 Jahre LEE NRW. – der erste runde Geburtstag des Verbandes. Zum Gratulieren kamen mehr als 200 Gäste in die NRW.BANK in Düsseldorf. Darunter auch Ministerpräsident Armin Laschet, der den Verband zu seiner dynamischen Entwicklung beglückwünschte.

Michael Stölting, Vorstand der NRW.BANK und Gastgeber des Abends, eröffnete die Veranstaltung. Mit einem Vergleich aus der griechischen Mythologie: „Die Energiewende ist eine Herkulesaufgabe“ erinnerte er gleich zu Beginn an die Worte Angela Merkels aus dem Atomausstiegsjahr 2011. Die Parallelen zwischen griechischer Sagenwelt und heutigen Herausforderungen seien sichtbar, so Stölting: Immerhin stand auch Herkules einst vor scheinbar unlösbaren Aufgaben und meisterte sie schließlich doch mit Bravour.

Und genau wie dem antiken Helden bleibe auch uns keine Wahl bei der Erfüllung der Herausforderungen: Die Energiewende müsse umgesetzt und die Erneuerbaren Energien ausgebaut werden. Die Weichen dazu seien auch gestellt, so Stölting. Doch jetzt komme es darauf an, welchen Rahmen die Landesregierung für die Zukunft der Energiepolitik setze.

Die Notwendigkeit zum Ausbau der Erneuerbaren Energien sei damit eindeutiges Ergebnis des Kohlekompromisses, folgerte Priggen weiter. Doch die aktuelle Lage zeigt, dass auf Länderebene bisher kaum Umsetzungserfolge festzustellen sind. Vor allem die aktuelle Flaute der Windenergie bereitet der Erneuerbare-Energien-Branche Sorge. Erst am Nachmittag desselben Tages hatte Wirtschaftsminister Altmeier zu einem Windgipfel geladen, der jedoch vorerst ohne Ergebnis blieb.

Dass der Kohlekompromiss 1:1 umgesetzt werden müsse, betonte auch der Keynote-Redner des Abends, der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet. Dementsprechend strebe die Landesregierung auch die Verdoppelung der Wind-Leistung bis 2030 an. Dass die Zeichen bei der Windenergie aktuell in eine ganz andere Richtung weisen, liege nicht in der Verantwortung der schwarz-gelben Landesregierung, so Laschet. Vielmehr sei der Ausbaueinbruch dem fehlerhaften bundesweiten Ausschreibungsdesign zuzuweisen.

Daher sei eben auch eine Lösung auf nationaler Ebene notwendig. Einen Einfluss auf die Ausbauzahlen durch die Änderung des Landesentwicklungsplans, sehe er hingegen nicht als Grund für den Einbruch. Ob die von der Branche formulierten Bedenken tatsächlich eintreten, bliebe abzuwarten.

Im Anschluss an die Rede des Ministerpräsidenten berichteten der Windunternehmer Klaus Schulze Langenhorst, Biogasanlagenbauer Hendrik Becker und Bäckermeister Roland Schüren von ihren aktuellen Eindrücken der Energiepolitik. Schulze Langenhorst betonte, dass der Druck durch die politischen Ankündigungen der Landesregierung – etwa die Einführung von 1.500-Meter-Abständen für Windenergieanlagen – bei ihm und seinen Mitarbeitern deutlich zu spüren ist.

Den Unmut vieler Bürger könne er dabei mitunter sogar verstehen: „Die bekommen ein Windrad vor die Nase gestellt, aber profitieren nicht davon“. Aus seiner Sicht brauche es aber gerade deshalb bessere Methoden, um Bürger an der Energiewende zu beteiligen, statt mit pauschalen Abständen für Frust auf allen Seiten zu sorgen.

Hendrik Becker, als Vorsitzender des Fachverbandes Biogas und Anlagenbauer, verwies auf die wichtige Teamplayer-Funktion, die Biogas in der Energiewende übernimmt. Er betonte vor allem die großen Potenziale im Bereich Wärme, der immerhin fast die Hälfte des Energieverbrauchs ausmacht. „Wenn wir die Energiewende ernst meinen, brauchen wir mehr als den Wandel im Strombereich“, ist seine Schlussfolgerung.

Wie es einem mittelständischen Betrieb gelingt, die Energiewende im eigenen Unternehmen zu vollziehen, präsentierte Bäckermeister Roland Schüren abschließend an seinem ganz persönlichen Beispiel. Sein gesamter Betrieb wird unter Einsatz und in Kombination von unterschiedlichsten Erneuerbaren Energien versorgt. Seine Firmen-Flotte betreibt er mit Solarstrom vom eigenen Dach. Und auch Backöfen und Kühlung werden durch regenerative Energien betrieben.

Doch auch hier seien energiepolitisch noch Verbesserungen denkbar. Etwa die Nutzung von Strom vom Nachbardach für die eigene Backstube – prinzipiell nicht kompliziert, doch durch die aktuelle Gesetzeslage fast unmöglich.

Bevor es dann zum Ausklang beim entspannten Get-together mit Buffet, Getränken und Musik ging, hatte Reiner Priggen noch eine letzte Ankündigung zu machen: LEE NRW Geschäftsführer Jan Dobertin verlässt nach fast 10 Jahren den Verband. Und in Christian Mildenberger habe man einen würdigen Nachfolger gefunden, der ab Oktober die Geschäfte im LEE NRW leiten wird. Zum Abschied gab es Standing Ovations für Jan Dobertin, der mit außerordentlichem Einsatz den Verband aufgebaut und zu dem gemacht hat, was er aktuell ist.

Rückblick auf den Sommerempfang 2018

Beim Sommerempfang 2018 hat der LEE NRW einen Blick in die Zukunft geworfen: Das für den Klimaschutz so wichtige Zieljahr 2030 liegt nicht mehr in weiter Ferne. Doch mit dem heutigen Stand der Energiewende ist nicht sicher, ob die Klimaschutzziele erreicht werden. Auf dem Empfang drehte sich deshalb alles um die Fragen: Wo muss NRW in zwölf Jahren bei der Energiewende stehen? Wie kann das Bundesland seine Bedeutung als Energie-, Industrie- und Wirtschaftsstandort erhalten? Und welche Strategien und Schritte sind notwendig, um den erforderlichen Beitrag zum Erreichen nationaler und internationaler Klimaschutzziele 2030 zu leisten?

Begrüßt wurden die 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer von Michael Stölting, Vorstandsmitglied der NRW.BANK und Gastgeber des Abends.

Gleich zu Beginn machte der LEE-Vorsitzende Reiner Priggen deutlich, wie groß die Bedeutung einer entschlossenen Energiestrategie ist. Er forderte daher von der Landesregierung, zeitnah einen klaren Fahrplan für die Modernisierung des Energiestandortes NRW vorzulegen. Um die bundesweiten Klimaschutzziele zu erreichen, komme es entscheidend auf Nordrhein-Westfalen an. Daher brauche es hier zügig eine Handlungsstrategie, wie die Landesregierung den Wandel zu einem modernen Energiestandort vorantreiben will. Zugleich könne NRW nur als starkes Energieland seinen Status als wichtiger Industrie- und Wirtschaftsstandort sichern.

Keynote-Speaker des Abends war Christoph Dammermann, Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen. Aus Sicht der Landesregierung kann die Energiewende nur gelingen, wenn der Dreiklang aus Versorgungssicherheit, Wirtschaftlichkeit und Umweltverträglichkeit berücksichtigt wird. Zudem plädierte er dafür, die Energiewende nicht nur als reine Stromwende zu sehen, sondern vermehrt auch die Bereiche Wärme und Mobilität in den Blick zu nehmen. Die Landesregierung wolle sich deshalb für die Zukunft breiter aufstellen und die Sektorenkopplung voranbringen.

In der anschließenden Podiumsdiskussion ging es um die Frage, welche Kernelemente eine Energiestrategie 2030 beinhalten muss. Dazu diskutierten neben Christoph Dammermann und Reiner Priggen auch Dr. Udo Brockmeier, Vorstandsvorsitzender der Stadtwerke Düsseldorf, Peter Barth, Leiter der Netzentwicklung beim Übertragungsnetzbetreiber Amprion sowie Heribert Hauck, Leiter Energiewirtschaft bei TRIMET Aluminium. Einig waren sich die Diskutanten darüber, dass Lösungen, die die Energiewende weiter voranbringen, zügig entwickelt werden müssen. Zudem sei die Planbarkeit für die Unternehmen nur durch verlässliche Rahmenbedingungen gegeben. Die fünf vom LEE NRW vorgestellten Thesen, für eine Energiestrategie 2030, boten daher viel Diskussionsstoff im Verlauf der Podiumsrunde.

Heribert Hauck, sieht die Industrie als entscheidenden Impulsgeber: Die Volatilität der Erneuerbaren könne in Zukunft noch stärker durch die Flexibilität von industriellen Anlagen aufgefangen werden. In Bezug auf Dammermanns Forderung nach einer Berücksichtigung des Dreiklangs, seien Flexibilität und Versorgungssicherheit schließlich zwei Seiten der selben Medaille.
Dr. Udo Brockmeier betonte, wie wichtig es sei, die Energiewende ganzheitlich zu denken. Vor allem in den Bereichen Mobilität und Wärme sei der Einsatz von Erneuerbaren Energien ein wichtiger Ansatzpunkt. Er sieht vor allem in der Etablierung von neuen Mobilitätskonzepten eine Chance für kommunale Energieversorger. Gleichzeitig spielt für ihn die dezentrale Erzeugung eine wichtige Rolle – gerade auch im Hinblick auf Verbraucher, die immer stärker auf regionale Produkte setzen.
Amprion-Vertreter Peter Barth betonte, dass die Energiewende nur mit starken Netzen gelingen kann. Der Netzausbau müsse daher bedarfsgerecht stattfinden. Die beste Leitung, so Barth, sei immer diejenige, die gar nicht gebaut werden müsse. Er forderte daher dazu auf, möglichst auf dezentrale Lösungen für die Netzeinspeisung zu setzen.

Auch beim abschließenden Get-together blieben die Wege hin zu einer erfolgreichen Energiestrategie 2030 weiter ein Thema. Das Thesenpapier des LEE NRW ist dazu bereits ein erster Schritt.

Rückblick auf den Sommerempfang 2017

„Welches Marktdesign braucht eine erfolgreiche Energiewende?“

„Ich plädiere sehr dafür, dass CO2 seiner Bedeutung entsprechend eine Bepreisung erfährt. Und ich glaube, dass es sehr sinnvoll ist, wenn wir dies in der Umsetzung durch eine Veränderung der Abgaben und Umlagen erreichen.“

Soviel steht für Prof. Dr. Klaus Töpfer fest. Der langjährige Direktor des Umweltschutzprogramms UNEP der Vereinten Nationen und Bundesumweltminister a.D. stellte in seiner Keynote auf dem Sommerempfang 2017 des LEE NRW klar, was ansonsten auf dem Spiel steht. Dem EEG sei es zu verdanken, dass die Gesellschaft überhaupt in die Lage versetzt wurde, über die erfolgreiche Fortführung der Energiewende, über wirksamen Klimaschutz, zukunftsfähige Arbeitsplätze, Investitionen am Wirtschaftsstandort Deutschland sowie den großen Dienst an der Demokratie zu debattieren. Denn nichts anderes sei die in Deutschland angestoßene Entwicklung der verschiedenen Erneuerbare-Energien-Techniken, die heute für klimafreundliche und besonders günstige Energie auch in weniger entwickelten Teilen der Erde sorgen. Gerade die Beteiligung abertausender Menschen, die Einbindung der Bevölkerungen in die Entwicklung neuer Energiesysteme, sei ein Dienst an der Demokratie, der nicht zu unterschätzen sei. Der rein ökonomische Blick auf die Energiewende sei daher fehl am Platz.

Diese Errungenschaften mit Erfolg fortführen zu können, hänge jetzt entscheidend von der kommenden Legislaturperiode im Bund ab. Ohne eine wirksame CO2-Bepreisung, also ohne einen fairen Wettbewerb zwischen konventionellen und regenerativen Energieträgern im Energiemarkt, seien die selbstgesteckten Klimaziele nicht zu erreichen. Damit drohe Deutschland insbesondere auch seine Reputation und internationale Vorreiterrolle zu verspielen.

Unter der Leitfrage „Welches Marktdesign braucht eine erfolgreiche Energiewende?“ hatte der LEE NRW am 7. September zum seinem jährlichen Sommerempfang in die NRW.BANK in Düsseldorf eingeladen. Die Veranstaltung feierte dabei ihr erstes kleines Jubiläum: bereits zum fünften Mal kamen rund 200 Gäste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zusammen, um gemeinsam über die Zukunft der Energiewende zu diskutieren.

Im Anschluss daran richtete der Vorsitzende des LEE NRW, Reiner Priggen, das Wort an die Gäste: „Die bestehenden energiepolitischen Rahmenbedingungen werden nicht den Erfordernissen eines ausgewogenen, marktwirtschaftlichen Wettbewerbs aller Erzeugungstechnologien gerecht. Statt einer Stromsteuer, die heute nicht mehr ihre Lenkungswirkung hat, brauchen wir einen wirksamen CO2-Mindestpreis, um faire Wettbewerbsbedingungen zwischen fossilen und regenerativen Energien herzustellen.“

Welche Maßnahmen in Zukunft notwendig sein werden, um die Energiewende erfolgreich umzusetzen, darüber wurde in der folgenden Podiumsdiskussion ausgiebig debattiert.

Die Frage nach einem Preis auf CO2 stand im Mittelpunkt der Diskussion. Eine Bepreisung des CO2-Ausstoßes bei gleichzeitiger Streichung der Stromsteuer kann aufkommensneutral gestaltet werden und würde die wahren Kosten der einzelnen Energieträger aufzeigen. Bisher ist der Ausstoß von Kohlendioxid noch weitgehend gratis und die versteckten Folgekosten durch Umwelt- und Gesundheitsschäden sowie die Landschaftszerstörung werden von der Allgemeinheit getragen. Diese Kosten, dargestellt in einer Umlage für konventionellen Strom, wäre fast doppelt so hoch wie die EEG-Umlage. Gemäß dem Verursacherprinzip würden klimaschädliche Energieträger durch einen Preis auf CO2 also teurer, die ohnehin schon günstigeren Erneuerbaren Energien weiter beflügelt werden. Der Energiemarkt würde dadurch fairer und die EEG-Umlage könnte sinken: Ein angemessener und transparenter CO2-Preis wäre somit ein zusätzlicher Anreiz, konsequent auf Erneuerbare Energien zu setzen.

Rückblick auf den Sommerempfang 2016

Klimaziele erreichen, Strukturwandel vorantreiben: Chancen der Energiewende für NRW

Die Alarmglocken müssten längst schrillen: Der CO2-Gehalt der Atmosphäre hat bereits schwindelerregende Höhen erreicht. Der Einfluss des Menschen auf den Planeten ist beispiellos. Machen wir so weiter wie bisher, ist die globale Erwärmung nicht mehr aufzuhalten. Mit diesem eindringlichen Appell leitete der renommierte Klimaforscher Prof. Mojib Latif seinen Impulsvortrag auf dem LEE-Sommerempfang 2016 ein. Doch die Situation sei nicht ausweglos. Noch sei Zeit, aber es müsse schnell gehandelt werden. Zwar sei die globale Erwärmung so offensichtlich, dass man sie nicht ignorieren könne. Aber Menschen müssten weiter überzeugt werden. Ohne die Pioniere der Erneuerbaren Energien wären wir heute noch keinen Schritt weiter im Kampf gegen den Klimawandel. Ohne sie gäbe es die Energiewende heute nicht. Prof. Latifs Fazit auf die Frage, welche Konsequenzen sich aus dem Weltklimavertrag von Paris ergeben: „Wir müssen die Erneuerbaren so nutzen, wie wir sie auch nutzen können!“

Unter dem Motto „Klimaschutzziele erreichen – Industrie- und Wirtschaftsstandort NRW stärken“ hatte der LEE NRW am 30. August zu seinem Sommerempfang in die NRW.BANK in Düsseldorf eingeladen. Rund 250 Gäste tauschten sich bei schönstem sommerlichen Wetter zum Stand der Energiewende in Nordrhein-Westfalen aus. Der Gastgeber des Abends, Dr. Peter Güllmann, Bereichsleiter Unternehmens- und Infrastrukturfinanzierung der NRW.BANK, sprach das Grußwort und eröffnete die Veranstaltung.

In einer inhaltlich einführenden Rede begrüßte Andreas Lahme, Vorsitzender des LEE NRW, die Gäste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft mit der Feststellung, dass Ökologie und Ökonomie durch die Energiewende optimal verbunden werden können. So funktioniere Klimaschutz nicht ohne eine florierende Wirtschaft. Ohne Klimaschutz sei wiederum wirtschaftlicher Erfolg langfristig nicht möglich. Lahme erneute daher seinen Appell an eine konsequente Energiewende: „Denken wir die Energiewende zu Ende, kann nur ein ganzheitlicher Ansatz zum Erfolg führen. Wir brauchen Anreize und Rahmenbedingungen, die verstärkt auf den Ausbau Erneuerbarer Energien und moderne Technologien setzen. Regionale Wertschöpfung, zukunftsfeste Arbeitsplätze und gewinnbringende Innovationen können dann den nordrhein-westfälischen Strukturwandel vorantreiben. Damit tragen wir zum Klimaschutz bei und stützen die hiesige Wirtschaft.“

Damit war der Bogen zum Thema der folgenden Podiumsrunde gespannt: „Sektorenkopplung als Erfolgsgarant für Energiewende und Klimaschutz“. Den Auftakt machte NRW-Bau- und Verkehrsminister Michael Groschek. Er bezog für die nordrhein-westfälische Landesregierung Position zu den Maßnahmen des Klimaschutzes und der Energiewende in NRW. In der von Jan Dobertin, Geschäftsführer des LEE NRW, moderierten Runde, diskutierten die sechs Experten aus Wirtschaft, Politik und Verbänden die Herausforderungen und Chancen des von Lahme geforderten, ganzheitlichen Ansatzes.

So zielten bisherige Maßnahmen der Energiewende vorwiegend auf den Stromsektor. Die meiste Energie wird jedoch in den Sektoren Wärme und Mobilität verbraucht. Mit rund 33 Prozent Anteil Erneuerbarer Energien am Stromverbrauch ist Deutschland Spitzenreiter der G20-Staaten. 80 Prozent des Energieverbrauchs entfallen allerdings auf den Verkehrs- und Wärmesektor. Hier dominieren weiterhin die fossilen Energien, während Erneuerbare nur auf 13 Prozent im Wärme- bzw. 5 Prozent im Verkehrsbereich kommen. Somit stammen in Deutschland immer noch mehr als 85 Prozent der verbrauchten Energie aus fossilen Quellen. Eine erfolgreiche Energiewende setzt also eine Wärme- und Verkehrswende voraus. Ohne einen starken Ausbau Erneuerbarer Energien und eine zielgerichtete Kopplung der drei Sektoren Strom, Wärme und Mobilität, sind die angestrebten Klimaziele NRWs und Deutschlands nicht zu schaffen.

Zum Abschluss des offiziellen Teils der Veranstaltung wurden die drei Hauptgewinner des LEE-Fotowettbewerbs „NRW IST ERNEUERBAR“ geehrt. Ein halbes Jahr lang hatten Profis und Hobby-Fotografen und -Fotografinnen über 350 Bilder eingereicht. Zwölf glückliche Gewinnerinnen und Gewinner können sich über ein Preisgeld und die Veröffentlichung im Jahreskalender 2017 des Verbandes freuen.

Rückblick auf den Sommerempfang 2015

Erneuerbare Energien – echte Alternative für NRW-Unternehmen

Rund 220 Gäste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft tauschten sich auf dem LEE-Sommerempfang am 20. August zum Stand der Energiewende in den nordrhein-westfälischen Unternehmen aus

Ist die Energiewende in der Mitte von Wirtschaft und Gesellschaft angekommen? Mit dieser These begrüßte der Vorsitzende des LEE NRW, Andreas Lahme, die Gäste des jährlichen LEE-Sommerempfangs, der unter dem Motto stand: „Wirtschaftsstandort NRW im Zeichen der Energiewende“. Lahme belegte seine These unter anderem durch die vielen Unternehmen, die ihren Betrieb selbst mit Wind- oder Solarstrom versorgen oder innovative Mobilitätskonzepte auf Basis regenerativer Energien entwickelt hätten. Dabei ließen sich die Unternehmen nicht vorrangig von einem grünen Gewissen leiten, sondern hätten auch die großen ökonomischen Chancen der zunehmend preisgünstigen und technologisch fortgeschrittenen Erneuerbaren Energien erkannt.

Doch dies war nicht die einzige Frage, die die rund 220 Gäste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft am Abend des 20. August 2015 in der WGZ Bank Düsseldorf beschäftigte. Der Chef der Staatskanzlei, Staatssekretär Franz-Josef Lersch-Mense, betonte die guten Perspektiven, die die Energiewende dem Wirtschaftsstandort Nordrhein-Westfalen böte. Zugleich müssten aber bestehende Herausforderungen realistisch eingeschätzt werden, wie eine garantierte Versorgungssicherheit, ein neues vertrauenswürdiges Strommarktdesign, ein gesicherter Netzausbau sowie ein kosteneffizientes Energiesystem.

Mehr Planungssicherheit will auch die Erneuerbare-Energien-Branche. Damit Unternehmen schon heute langfristig in regenerative Energien investieren können, forderte der LEE NRW in einem „5-Punkte-Papier“ unter anderem die Abschaffung der Eigenstromumlage. Diese Regelung aus dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) 2014 belastet regenerativ erzeugten Strom mit einem Umlagesatz, der bis 2017 schrittweise auf 40 Prozent steigt. Dies hat nach Meinung der Branche viele Unternehmen verunsichert und geplante Investitionen in Erneuerbare Energien vorerst verhindert.

Bei der abschließenden Podiumsrunde, moderiert vom WDR-Journalisten Jürgen Döschner, berichteten Wirtschaftsvertreter, wie sie trotz schwieriger Rahmenbedingungen schon heute auf Erneuerbare Energien setzen. Laut Olaf Schulze, verantwortlich für das Energiemanagement der Metro AG, war der hohe Energieverbrauch des Unternehmens ein wichtiger Beweggrund, den Betrieb mit selbst erzeugtem Strom aus Erneuerbaren Energien zu versorgen. Dr. Stefan Kempen, Poduktmanager von AEG Power Solutions, erläuterte, dass das Unternehmen am Standort Warstein auf eine flexible Laststeuerung setzt, die einerseits eine Eigenversorgung mit regenerativem Strom ermöglicht und gleichzeitig auch das Netz entlasten kann.

Jürgen Willing, Geschäftsführer der Tekloth GmbH, betonte, dass der zunehmende Einsatz Erneuerbarer Energien auch mit dem Bestreben des Unternehmens einhergehe, einen Beitrag zum Umweltschutz und zu einem bewussten Wirtschaften zu leisten. Die Unternehmensvertreter waren sich einig, dass sie sich von der Landesregierung eine bessere Planungsgrundlage erhoffen. Denn nur mit verlässlichen Rahmenbedingungen kann die Energiewende die ganze Bandbreite der Unternehmenswelt erobern.

Rückblick auf den Sommerempfang 2014

Energiewende vollständig denken – mit Strom, Wärme und Mobilität: Chancen und Herausforderungen für NRW

In der öffentlichen Debatte – insbesondere zur jüngsten EEG-Reform – wurde die Energiewende oftmals auf eine alleinige „Stromwende“ reduziert. Dabei kann die Umstellung der Energieversorgung nur gelingen, wenn sie ganzheitlich gedacht wird. Um diesem breiten Ansatz gerecht zu werden, hat der LEE NRW seinen Sommerempfang am 28. August 2014 in der WGZ Bank Düsseldorf unter das Motto gestellt: „Energiewende vollständig denken – mit Strom, Wärme und Mobilität: Chancen und Herausforderungen für NRW“.

Nach dem einleitenden Grußwort von Uwe Berghaus, Mitglied des Vorstands der WGZ BANK, und einer Einführung durch Klaus Schulze Langenhorst, stellvertrender Vorsitzender des LEE NRW, fand zunächst eine Diskussionsrunde „Wirtschaft“ mit Unternehmensvertretern aus den unterschiedlichen Energiesektoren statt. Oliver Hummel, Vorstand der NATURSTROM AG, Rudolf Sonnemann, Vorsitzender der Geschäftsführung der STIEBEL ELTRON GmbH & Co. KG, sowie Professor Achim Kampker, Geschäftsführer der StreetScooter GmbH, berichteten über den aktuellen Stand, die Hemmnisse und Perspektiven für die Energiewende in NRW.

In einer zweiten Diskussionsrunde „Politik“ diskutierten folgende Vertreterinnen und Vertreter der verschiedenen nordrhein-westfälischen Landtagsfraktionen zum diesjährigen Motto:
+ Rainer Schmeltzer (SPD)
+ Hubertus Fehring (CDU)
+ Wibke Brems (Bündnis 90/Die Grünen)
+ Ralph Bombis (FDP)
+ Kai Schmalenbach (Piraten)

Moderator beider Gesprächsrunden war der WDR-Journalist Jürgen Zurheide.

Anschließend gab es die Gelegenheit, sich in entspannter Atmosphäre bei Buffet und Musik über die künftige Entwicklung der Energiewende in Nordrhein-Westfalen auszutauschen.

Rückblick auf den Sommerempfang 2013

LEE NRW fordert Absage der Landesregierung an Neubau von Kohlekraftwerken

Auf seinem Sommerempfang am 26. Juni 2013 forderte der LEE NRW die Landesregierung dazu auf, ihren Einsatz für die Energiewende in Nordrhein-Westfalen zu verstärken. Dem Neubau von Kohlekraftwerken müsse dabei eine klare Absage erteilt werden. „Noch immer werden in NRW fast drei Viertel des Strombedarfs aus Kohlekraftwerken gedeckt. Im Wärmebereich entfallen sogar mehr als 95 Prozent der Versorgung auf fossile Energieträger. Anstatt auf den Bau neuer Kohlekraftwerke zu setzen, muss das Land endlich sein Kohlekleid ablegen und den Umstieg auf Erneuerbare Energien forcieren “, sagte Andreas Düser, Vorsitzender des LEE NRW, vor den rund 250 Gästen in der WGZ BANK in Düsseldorf.

Unterstützung in der ablehnenden Haltung gegenüber dem Energieträger „Kohle“ erhielt Düser von der diesjährigen Gastrednerin des Sommerempfangs, Frau Prof. Dr. Claudia Kemfert, Abteilungsleiterin für Energie, Verkehr und Umwelt beim Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung und zugleich Professorin für Energieökonomie und Nachhaltigkeit an der Hertie School of Governance in Berlin. Unter dem Titel „Vom Land der Kohle zum Land der Erneuerbaren Energien – Herausforderungen und Chancen der Energiewende in NRW“ betonte sie ebenfalls das notwendige Ende der Kohlenutzung. „Die Energiewende ist deutlich mehr als der Ausstieg aus der Atomenergie im kommenden Jahrzehnt. Bei der Energiewende geht es vor allem auch um einen Ausstieg aus der Kohle. Um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten, sollten die Erneuerbaren Energien mit Gas basierenden flexiblen Kraft- Wärme Kopplungsanlagen kombiniert werden, Netze angepasst sowie weitere Speichermöglichkeiten geschaffen werden. Wir benötigen somit dezentrale Lösungen für ein effektives Lastmanagement, eine kluge Steuerung von Angebot und Nachfrage über sogenannte „smart grids“ und die Einbeziehung von Speichermöglichkeiten sowie von sogenannten „virtuellen Kraftwerken“, die ein effektives Energiemanagement ermöglichen“, sagte Kemfert.

In einer abschließenden Podiumsrunde diskutierten NRW-Klimaschutzminister Johannes Remmel (Bündnis 90 / Die Grünen) und die Landtagsabgeordneten Dietmar Brockes (FDP), Josef Hovenjürgen (CDU), Dr. Joachim Paul (Piraten) und Rainer Schmeltzer (SPD) über die parteipolitischen Perspektiven auf die Energiewende in NRW.

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